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| Die Entwicklung von 4-Gangschaltungsnaben | ||
| Einleitung Harry
Reilly, 1908
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Fichtel
& Sachs, 1912
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Die
Abkürzung "F&S & W.F.W." auf der Nabenhülse bedeutet Fichtel &
Sachs und Wanderer Fahrradwerke. "D.R.P." gibt an, dass die Nabe in Deutschland
patentiert ist.
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Wirtschaftlich gesehen war der Nabe kein Erfolg beschieden. Sie war sehr teuer, und der Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 dürfte für den Absatz ebenfalls nicht förderlich gewesen sein. Die Fertigung wurde denn auch 1916 eingestellt. Dadurch ist die Nabe heute sehr selten. Schätzungen zufolge sind noch ca. 20 - 30 Exemplare erhalten geblieben. Wer eine Universal Torpedo besitzt und noch einen Schalthebel dazu braucht, wende sich an Tilman Wagenknecht.
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| Henry
Sturmey, 1921 Im Oktober 1921 beantragte Henry Sturmey von Sturmey-Archer in eigenem Namen ein Patent für eine Fünfgangnabe. Diese Nabe besaß zwei Planetenradgetriebe. Der mittlere Gang war der Direktantrieb. Die Übersetzungsverhältnisse der fünf Gänge lagen relativ weit auseinander. Zum Schalten wurde nur ein Schaltzug benötigt. Die Konstruktion war ihrer Zeit damit weit voraus und ist mit den modernen Fünfgangnaben von Sachs und Sturmey-Archer vergleichbar. Es fehlte lediglich eine eingebaute Bremse. Letzten Endes wurden nur ein paar Prototypen dieser Nabe hergestellt. Indizien weisen darauf hin, dass Raleigh, das bei Sturmey-Archer das Sagen hatte, nicht an den Erfolg dieser Nabe glaubte. Sturmey versuchte danach noch jahrelang vergeblich, einen Hersteller zu finden, der seine Konstruktion in Produktion nehmen würde.
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Sturmey-Archer,
1939
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| Zusammenfassung 4-, 5- und 7-Gangnaben zählen erst seit den 90er-Jahren zur normalen Ausrüstung von Stadträdern. Die Technik für derartige Naben existiert schon viel länger. Trotzdem konnte keine der früheren Konstruktionen in ausreichender Stückzahl abgesetzt werden, um einen Durchbruch zu schaffen. Das hatte sicherlich mit dem Preis zu tun, aber auch mit der Haltung der Verbraucher, die so "viele" Gänge offenbar unnötig fanden. In den 90er-Jahren war der Markt endlich reif für die Technik, die Konstrukteure in England und Deutschland schon 80 Jahre zuvor entwickelt hatten. Verwendete Literatur: |
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Last update: 13.12.01