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| Geschichte | ||||||
1950: Union bringt das Union-Kreuzrahmenrad heraus. Ein Jahr später beginnt Union auch eigene Mopeds herzustellen. Der Motorblock hierfür wird jedoch zugekauft. 1955: Union wird eine offene AG. Der Baumaterialienhandel wird verselbstständigt. 1964: Im Zuge der aufkommenden Faltradmode bringt Union das auffällige Modell "Strano" auf den Markt. Kein echtes Faltrad, sondern ein nur 55 cm langes Fahrrad. Der Fachzeitschrift "Fietsenwereld" zufolge (1963) war das Rad eine Erfindung von B.J.M. Overing, der eineinhalb Jahre daran gearbeitet hatte. In Italien war dieses Modell jedoch schon im 2. Weltkrieg unter dem Namen Velocino bekannt. Und einem Artikel der englischen Fachzeitschrift "Cycling" von 1931 zufolge stammt dieses Rad ursprünglich aus Belgien. Für Union bringt das Strano keinen Erfolg, sodass die Herstellung bereits 1965 wieder eingestellt wird.
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Union Strano-Prospekt, 1964
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| 1966:
Im September 1966 baut Union ihr einmillionstes Fahrrad, bei einer Jahresproduktion von
75.000 Rädern. Kurz darauf kündigt Union eine Kooperation mit der Firma Kaptein aus Amsterdam/Arnheim an. Der gemeinsame Name lautet "Rijwiel- en Motorindustrie Unikap N.V.". Kaptein importiert in der Zeit die Mobylette-Mofas von Motobécane aus Frankreich. 1973 wird die Kooperation aufgehoben, Union benutzt den Namen Unikap jedoch noch bis 1984. In den 60-er Jahren stellt Union auch Räder unter den Marken Arizona und Savoy her. 1973: Zum 1. September tritt H.G. van den
Berg im Alter von 62 Jahren als Vorstand von Unikap zurück. Nach zwei Generationen wird
das Unternehmen jetzt nicht mehr von der Familie Van den Berg geleitet. 1976: Bei einem großen Brand wird das alte Hauptgebäude von Union völlig zerstört. 1992: Union schließt als erste der großen niederländischen Fahrradfabriken den eigenen Rahmenbau und kauft die Rahmen künftig beim eigenen Tochterunternehmen Rijwielframefabriek Janssen BV in Venlo, das jedoch nach etwa fünf Jahren in Konkurs gerät. 1993: Union übernimmt die Marke Rivel der gleichnamigen Fahrradfabrik aus Surhuisterveen. Rivel wird jetzt die B-Marke von Union.
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Als meines Wissens
einziger niederländischer Fahrradhersteller verkaufte Union in den 70er- bis 90er-Jahren
ein Damenrad mit dem in Deutschland weit verbreiteten Schwanenhalsrahmen.
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| Schwierige 70er- und 80er-Jahre
Union pflegte auch weiterhin die Tradition der Belieferung unerwünschter Marktparteien: keine andere niederländische A-Marke lieferte über lange Zeit hinweg so viele Fahrräder an branchenfremde Abnehmer wie beispielsweise Warenhäuser. Im September 2001 strengte die Einkaufsgemeinschaft Euretco einen Prozess gegen Union an, weil Union angeblich nach den Euretco-Spezifikationen gebaute Fahrräder zu einem niedrigen Preis an die Fahrradladenkette Megabike geliefert hatte. Ergebnis: Euretco wurde das Recht zugesprochen, fällige Zahlungen an Union in Höhe von umgerechnet 350.000 Euro zurückzuhalten und der Euretco-Geschäftsführer durfte auch weiterhin öffentlich behaupten, dass Union ein "unzuverlässiger Partner" sei. Von Hand
zu Hand zu Winning Wheels
Imageproblem,
frischer Wind, Konkurs, Durchstart 2003: Die Fertigung wird in ein anderes, moderneres Betriebsgebäude in Nieuwleusen verlegt. Union versucht, sich von der Konkurrenz dadurch abzuheben, dass Fahrräder nach den persönlichen Wünschen der Kunden zusammengestellt werden. Für die Fertigung erweist sich das als eine große Herausforderung, während die Verkaufszahlen dadurch nicht steigen. 2005: Union, das in den letzten Jahren ständig mit Absatzproblemen zu kämpfen hatte, wird von Larcom an Dutch Bicycle Group (DBG) aus Schiedam verkauft, ein Fabrikant von Billigrädern für u. a. Baumärkte und Ladenketten. Nur die Fertigung bleibt über einen 3-Jahres-Vertrag vorläufig in Händen von Larcom in Nieuwleusen. Dieser Schritt markiert de facto das Ende von Union als eigenständiger Fahrradfabrik.
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| Rahmennummern | ||||||
Bis zum einmillionsten Fahrrad 1966 nummerierte Union soweit bekannt durchlaufend. Dann kamen verschiedene Nummerserien nacheinander, teil mit und teils ohne Buchstaben. |
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Ein Stück des Union-Reklamelieds "Union - dat is pas fietsen" zum herunterladen (27 s / 320 kB).
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Last update: 16.02.2007