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| Die Hollandsche Patent Metaalindustrie | |||
Einleitung
Die Gründer:
Familie De Vries
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Firma P.H. Hörmann
in der Jan Meijenstraat 50-52, Ecke Oranjestraat (1913). Hier ließ
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| Intensive
Werbung und hohe Qualität verschafften der Hollandsche Patent Metaalindustrie Anfang der
20er-Jahre einen guten Ruf. Dafür spricht auch die Tatsache, dass mit der Groninger
Fahrradfabrik Fongers eines der angesehensten Unternehmen der Branche die
Generalvertretung für die Uhrschlösser für die Niederlande übernahm. Gleichzeitig
exportierte man in diverse Länder. In dieser Zeit taucht übrigens auch erstmals die
Abkürzung Hopmi für Hollandsche Patent Metaalindustrie auf.
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| Neben dem
Uhrschloss, das Wiederverkäufer nicht unter dem festen Einzelhandelspreis von f 5,25
verkaufen durften, verkaufte Hopmi auch ein so genanntes Telefonschloss, das für nur
f 3,- zu haben war. Dieses Zahlenschloss mit 10^3 = 1000 Permutationen war eine
Erfindung eines Konkurrenten von Hopmi, der NV Plaatmetaalindustrie Van Mouwerik & Bal
aus Zeist. Es war angeblich im Vergleich zum Uhrschloss eine Verbesserung, da es nicht von
Unbefugten nach Gefühl geöffnet werden konnte. Der Patentantrag hierfür wurde am
13. März 1922 eingereicht und am 1. April 1922 wurde in Zeist die Telephone
Lock Company als Handelsunternehmen aus der Taufe gehoben. Die Gesellschafter waren Pieter
van Mouwerik und Kees Bal, und als Handlungsbevollmächtigter steht in der Urkunde:
Anthonie Hendrik de Vries, der älteste Sohn von Klaas de Vries. Aus den Archivunterlagen
ist nicht zu klären, in welcher Beziehung Hopmi und Van Mouwerik & Bal zueinander
standen. Fest steht, dass beide Firmen identische Telefonschlösser verkauften, die bei
Van Mouwerik & Bal jedoch wesentlich teurer waren, wie aus den hier abgebildeten
Anzeigen zu entnehmen ist. Beide Unternehmen warnten dabei vor Nachahmern.
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Telefonschloss: links von Hopmi, rechts von Telephone Lock Cy. (ca. 1923)
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| Erwähnenswert
ist noch ein Patent von Van Mouwerik & Bal von Anfang 1923. Es handelt sich um ein
Zahlenschloss mit ringförmigem Riegel. Bei diesem Schloss handelt es sich, soweit
bekannt, um das zweitälteste niederländische Patent für ein Ringschloss, das in Serie
hergestellt wurde. Ringschlösser wurden später in den 30er-Jahren die gängigste
Konstruktion für Fahrradschlösser (als Zahlenschloss oder als gewöhnliches Schloss).
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"Telephone"-Ringschloss von Van Mouwerik & Bal
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| Im Januar
1924 wurde die Hollandsche Patent Metaalindustrie umgewandelt in die N.V. Metaal Industrie
"Het Klokslot" mit Gebäuden an der Jan Meijenstraat 50/52 und der Oranjestraat
17. Die Vorstände waren Klaas und Cornelis de Vries, als Aufsichtsratsmitglieder traten
C.S. van Dobben de Bruyn, Robert van Woelderen und Willem van Laar auf. Vermutlich
brauchte die Familie De Vries Geld um das Unternehmen aufrechtzuerhalten oder zu erweitern
und waren die Aufsichtsräte zugleich Geldgeber. Was im Einzelnen geschah, ist nicht mehr zu ermitteln, fest steht jedoch, dass die junge NV (niederl. Aktiengesellschaft) schon neun Monate später in Konkurs ging. Das war jedoch weder für Hopmi noch für die Arbeit der Familie De Vries das Ende. Ein halbes Jahr nach dem Konkurs, im April 1925, wurde das Unternehmen als "Slotenfabriek Hopmi" weitergeführt, und 1929 wurde es wieder in eine NV umgewandelt. Als Vorstand trat Willem van Laar auf, Van Woelderen und Van Dobben de Bruyn bildeten den Aufsichtsrat. Der Name De Vries kommt in der Urkunde von 1925 nicht mehr vor. Van Laar unterhielt zusammen mit seinem Bruder einen Eisenwarenhandel an der Catharijnesingel und sollte Hopmi für die kommenden 20 Jahre in Händen haben. Die laufende Geschäftsführung überließ er jedoch immer anderen. Vermutlich ist die Beteiligung von Van Laar an Hopmi auf eine schon länger bestehende Geschäftsbeziehung zurückzuführen, da beide Unternehmen derselben Branche angehörten. In den ersten Jahren war die Familie De Vries noch für Hopmi tätig. 1926 zog Klaas de Vries sogar noch mit seinen Söhnen Cornelis und Klaas (jr.), die mit den Berufsbezeichnungen "Fabrikant" und "Monteur Schlösserfabrik" in den Adressbüchern stehen, in der Jan Meijenstraat 50 ein, jedoch nur für einige Monate. Als letzter zog der Schwiegersohn von De Vries 1927 aus der Jan Meijenstraat weg. Den Archivunterlagen ist noch zu entnehmen, dass Anthonie Hendrik de Vries 1931 Geschäftsführer der Telephone Lock Company in Zeist wurde und sein Vater Klaas 1935 im Alter von 72 Jahren den Posten eines Aufsichtsratsmitglieds in diesem Unternehmen bekam. Aus alledem ergibt sich von Hopmi-Gründer Klaas de Vries das Bild eines tatkräftigen Technikers, der angesichts seiner wiederholten Konkurse als Unternehmer nicht sehr erfolgreich war. |
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Last update: 04.12.03